Lesung & mehr

Mittwoch, 31. Januar 2007

tagwort

No. 1754

Johannes Bosco

1. Lesung | Hebr 12,1-4
Die Züchtigung als Zeichen väterlicher Liebe

Antwortpsalm | Ps 22,26-27.28 u. 30ab.30c-32
Gottverlassenheit und Heilsgewissheit

Evangelium | Mk 5,21-43
Die Auferweckung der Tochter des Jaïrus und die Heilung einer kranken Frau


Namenstag | Johannes Bosco, Eusebius, Marzella, Rudbert, Hemma, Wolfhold
Johannes Bosco


Hallo und herzlich willkommen,

heute gedenkt die Kirche des hl. Johannes Bosco, des Patrons der Jugend und der Jugendseelsorger. Nebenstehende Lesungen sind dabei wie immer "vom Tag" und die Eigentexte zum Gedenken finden Sie im Online-Schott
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Januar31.htm

Im Bistum Feldkirch und teils noch im Bistum St. Gallen wird dazu des hl. Eusebius gedacht.

Mit guten Grüßen
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Hebr 12,4-7.11-15

Die Züchtigung als Zeichen väterlicher Liebe / Warnung vor Leichtfertigkeit

Brüder!
4
Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet
5 und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, / verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.
6 Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; / er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
7 Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
11
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
12 Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest
13 und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.

14 Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung, ohne die keiner den Herrn sehen wird.
15 Seht zu, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt, dass keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden.

 

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Antwortpsalm | Ps 103,1-2.13-14.17-18a

Ein Loblied auf den gütigen und verzeihenden Gott

Kehrvers (R) | Ps 103,17a

"Die Huld des Herrn währt immer und ewig."

(GL 496)



Lobe den Herrn, meine Seele, / und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele, / und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. - (R)

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, / so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was wir für Gebilde sind; / er denkt daran: Wir sind nur Staub. - (R)

Doch die Huld des Herrn währt immer und ewig / für alle, die ihn fürchten und ehren; sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel; /
alle, die seinen Bund bewahren. - R

 

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Evangelium | Mk 6,1b-6

Die Ablehnung Jesu in seiner Heimat

In jener Zeit
1
kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.
2 Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen!
3 Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.
4 Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.
5 Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie.
6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.

 

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Namenstag | Johannes Bosco, Eusebius, Marzella, Rudbert, Hemma, Wolfhold

Johannes Bosco

Der Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Johannes (Don) Bosco, Priester, Ordensgründer
* 16. August 1815 in Becchi bei Turin
+ 1888 in Turin

Johannes Bosco war Bauernsohn; als er zwei Jahre alt war starb der Vater, die Mutter erzog ihn in großer Armut. Mit neun Jahren hatte er seine Berufungsvision: Er sah in einem Hof eine Horde herumlungernder und fluchender Gassenjungen; als er dazwischen fahren wollte, sprach ein vornehmer und von innen heraus leuchtender Mann zu ihm: "Stelle Dich an die Spitze der Jungen! Nicht mit Schlägen, sondern mit Milde, Güte und Liebe musst Du dir diese zu Freunden gewinnen." Auf seinen Einwand, er könne das nicht, teilte der Mann ihm eine "Lehrerin" zu, eine "majestätische Dame", die ihn in einer "Vision in der Vision" sehen ließ, wie an Stelle der Buben plötzlich alle möglichen Tiere herumtollten: Löwen, Schafe, Hunde, Katzen, die sich neckten, spielten und den vornehmen Mann und die Frau freudig begrüßten. Auf seinen erneuten Einwand, nicht zu verstehen, teilte die Dame ihm mit: "Zu gegebener Zeit wirst Du verstehen!"
1841 erhielt Johannes Bosco die Priesterweihe und arbeitete in der Seelsorge an der Arbeiterjugend und an verwahrlosten Jugendlichen in Turin als "Don Bosco". Der Rettung der Jugend galt sein Leben. Er richtete in benachteiligten Stadtvierteln Schulen ein, dazu Heime und Ausbildungsstätten, nutzte die Möglichkeiten der Presse und gab Zeitschriften und Bücher heraus. Don Bosco hatte eine großartige Begabung, auf Menschen zuzugehen und sie für sich und über sich für den Glauben zu gewinnen. Er wird als fröhlich, witzig, heiter und immer wohlwollend geschildert. Bei Gefängnisexerzitien erwirkte er die ministerielle Sondererlaubnis, mit 300 Gefangenen einen unbewachten Ausflug zu machen. Keiner nutzte die Gelegenheit zur Flucht.
1846 gründete er das Oratorium vom Heiligen Franz von Sales, ab 1859 organisierte er die Kongregation der Salesianer mit der Aufgabe der Erziehung schwieriger Jugendlicher, die 1874 von Papst Pius IX. bestätigt wurde. Mit Maria Mazzarello gründete er 1872 auch die Genossenschaft der Mariahilfschwestern. Schon zu seinen Lebzeiten gab es 250 Häuser in Europa und Amerika, die in seinem Geist arbeiteten. 130.000 Jungen fanden darin ein Zuhause, jährlich wurden 18.000 Lehrlinge ausgebildet; 6.000 Priester sind allein zu seinen Lebzeiten daraus hervorgegangen.

Kanonisation: 1934 wurde Johannes von Papst Pius XI. kanonisiert.

Patron der Jugend und der Jugendseelsorger

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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