Lesung & mehr

Montag, 05. Februar 2007

tagwort

No. 1759

Agatha

1. Lesung | Gen 1,1-19
Die Erschaffung der Welt

Antwortpsalm | Ps 104,1-2a.5-6.10 u. 12.24 u. 35abc
Ein Loblied auf den Schöpfer

Evangelium | Mk 6,53-56
Krankenheilungen in Gennesaret


Namenstag | Agatha, Adelheid v. Vilich, Ingenuin u. Albuin, Erlebold, Elisabeth
Agatha


Hallo und herzlich willkommen,

heute gedenkt die Kirche der hl. Agatha, u.a. mit Lesungen, die Sie im Online-Schott finden
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Februar05.htm

Außerdem gedenkt das Erzbistum Köln der Adelheid v. Vilich und die Diözesen Bozen-Brixen, Feldkirch, Innsbruck und Klagenfurt-Gurk gedenken der hll. Ingenuin und Albuin.

Einen guten Tag wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Gen 1,1-19

Die Erschaffung der Welt

1 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
4 Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis
5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
6 Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.
7 Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es
8 und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag.
9 Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es.
10 Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war.
11 Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.
12 Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war.
13 Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.
14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen;
15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.
19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag.

 

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Antwortpsalm | Ps 104,1-2a.5-6.10 u. 12.24 u. 35abc

Ein Loblied auf den Schöpfer

Kehrvers (R) | vgl. Ps 104,31b

"Der Herr freut sich an seinen Werken."

(GL 710,1)



Lobe den Herrn, meine Seele! / Herr, mein Gott, wie groß bist du! / Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid. - (R)

Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; / in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid, / die Wasser standen über den Bergen. - (R)

Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern, / sie eilen zwischen den Bergen dahin.
An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels, / aus den Zweigen erklingt ihr Gesang. - (R)

Herr, wie zahlreich sind deine Werke! / Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, / die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden / und es sollen keine Frevler mehr da sein. / Lobe den Herrn, meine Seele! - R

 

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Evangelium | Mk 6,53-56

Krankenheilungen in Gennesaret

In jener Zeit
53
fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Gennesaret und legten dort an.
54 Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort.
55 Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
56 Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

 

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Namenstag | Agatha, Adelheid v. Vilich, Ingenuin u. Albuin, Erlebold, Elisabeth

Agatha

Der Name bedeutet: die Gute (griech.)

Agatha von Catania, Jungfrau, Märtyrerin, Nothelferin
* um 225 in Catania auf Sizilien
+ um 250

Die Legende ohne historischen Anhaltspunkt schildert Agatha als eine wohlhabende, adlige sizilianische Jungfrau von großer Schönheit. Sie wies die Brautwerbung des Statthalters Quintianus zurück, da sie Christin sei; der nutzte den kaiserlichen Erlass zur Christenverfolgung, ließ sie verhaften und ins Bordell der Aphrodisia bringen, damit sie zur Unzucht verführt werden sollte. Diese jedoch versuchte das erst gar nicht, der Statthalter veranlasste Verhöre, Folter und sadistische Qualen: Mit den Händen an einen Balken gehängt, wurden Agatha die Brüste mit einer Zange zerrissen, mit einer Fackel gebrannt und schließlich abgeschnitten. In der Nacht erschien ihr dann Petrus im Kerker mit heilendem Balsam, aber sie wies die Erquickung zurück. Tags darauf legte man sie auf spitze Scherben und glühende Kohlen, bis ein Erdbeben die Stadt erschütterte, worauf das Volk Quintianus bedrohte, bis der von Agatha abließ und sie ins Gefängnis warf, wo sie starb.
Ein von hellem Licht strahlender Jüngling erschien und legte eine Marmortafel in den Sarkophag mit der Aufschrift: "Ein heiliger und freiwilliger Geist, belohnt von Gott, Rettung für das Land". Quintianus wurde alsbald von einem Pferd getreten und starb. Am ersten Jahrestag von Agathas Todes wurde der die Stadt bedrohende Lavastrom des Ätna abgelenkt durch die aus dem Grabe sich erhebende Marmortafel, nach anderer Überlieferung durch einen weißen Seidenschleier. Die Überlieferung berichtet, dass der Schleier aus ihrem Grab mehrfach bei Prozessionen vom Wind davongetragen wurde und so den Ausbruch des nahe gelegenen Ätna ankündigte.
Die Verehrung von Agatha ging schon bald über Sizilien hinaus: Ambrosius erwähnte sie, Papst Gregor I. berichtete von der Wirkung ihrer Reliquien, bereits um 500 wurde ihr eine Kirche in Rom errichtet. Ihre Gebeine liegen ebenso wie der Schleier, der den Lavastrom aufhielt, im Dom in Catania. Die Bewohner von Catania und Malta verehren sie als Schutzheilige, Malta soll sie 1551 vor der türkischen Invasion bewahrt haben. Agatha gehört zu den 14 Nothelfern. "Agathenbrote" fütterte man dem Vieh vor dem Almauftrieb, Ochsen vor dem ersten Anspannen vor einem Pflug und Kühen vor dem Kalben; in Ecken gestreute Krumen dieses Brotes bewahren vor Feuer. "Agathenkerzen" schützen vor Feuer.

Attribute: Fackel oder Kerze, auf einer Platte ihre Brüste tragend

Patronin von Catania und Malta; der Ammen, Hirtinnen, Weber, Bergarbeiter, Goldschmiede Glockengießer und Hungerleidenden; gegen den Ausbruch des Ätna; gegen Krankheiten der Brüste, Fieber, Brandgefahr, Hungersnot, Unwetter, Viehseuchen, Erdbeben und Unglück

Bauernregel: "St. Agatha, die Gottesbraut, / macht, dass Schnee und Eis gern taut."

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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