Lesung & mehr

Freitag, 23. Februar 2007

tagwort

No. 1772

Freitag nach d. Aschermittwoch

1. Lesung | Jes 58,1-9a
Die wahre Frömmigkeit

Antwortpsalm | Ps 51,3-4.5-6b.18-19
Bitte um Vergebung und Neuschaffung

Evangelium | Mt 9,14-15
Die Frage nach dem Fasten

Namenstag | Polykarp, Willigis, Romana, Otto (Odo) v. Cappenberg
Willigis


Hallo und herzlich willkommen,

heute gedenkt die Kirche allgemein des hl. Polykarp
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Februar23.htm

Speziell die Diözesen Mainz und Trier gedenken heute aber auch des hl. Willigis, zu seiner Zeit Erzbischof von Mainz, über den Sie in dieser Ausgabe unter "Namenstag" lesen können.

Das Beste auch im weniger Guten wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Jes 58,1-9a

Die wahre Frömmigkeit

So spricht Gott, der Herr:
1
Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! / Lass deine Stimme ertönen wie eine Posaune! Halt meinem Volk seine Vergehen vor / und dem Haus Jakob seine Sünden!
2 Sie suchen mich Tag für Tag; / denn sie wollen meine Wege erkennen. Wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt / und das vom Recht seines Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir ein gerechtes Urteil / und möchten, dass Gott ihnen nah ist.
3 Warum fasten wir und du siehst es nicht? / Warum tun wir Buße und du merkst es nicht?Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte / und treibt alle eure Arbeiter zur Arbeit an.
4 Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank / und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, / verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.
5 Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, / ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, / wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten / und einen Tag, der dem Herrn gefällt?
6 Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: / die Fesseln des Unrechts zu lösen, / die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, / jedes Joch zu zerbrechen,
7 an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, / die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden / und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.
8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte / und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, / die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.
9 Wenn du dann rufst, / wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: / Hier bin ich.

 

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Antwortpsalm | Ps 51,3-4.5-6b.18-19

Bitte um Vergebung und Neuschaffung

Kehrvers (R) | Ps 51,19b

"Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen."

(GL 172,3)



Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, / tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab / und mach mich rein von meiner Sünde! - (R)

Denn ich erkenne meine bösen Taten, / meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt, / ich habe getan, was dir missfällt. - (R)

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; / an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, / ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. - R

 

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Evangelium | Mt 9,14-15

Die Frage nach dem Fasten

In jener Zeit
14
kamen die Jünger Johannes´ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
15 Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

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Namenstag | Polykarp, Willigis, Romana, Otto (Odo) v. Cappenberg

Willigis

Der Name bedeutet: der Sproß des Willens (germanisch - althochdt.)

Willigis von Mainz, Erzbischof von Mainz
* in Niedersachsen
+ 23. Februar 1011 in Mainz

Willigis stammte aus einem Dorf in Niedersachsen, aber er machte Karriere: er wurde Kaplan am Hof des deutschen Kaisers Otto II., 971 gar Reichskanzler und im Jahre 975 schließlich Erzbischof vom Mainz. Er führte 996 Gregor V., den ersten deutschen Papst, in Rom in sein Amt ein und krönte 1002 Heinrich II. und Kunigunde zum deutschen Kaiserpaar. Er diente drei Kaisern und war Berater der Großen seiner Zeit. Sein Ehrentitel "Vater des Kaisers und des Reiches" signalisiert seine Stellung. Wirtschaftliches Wohlergehen und politische Stablilität waren ihm Voraussetzungen für eine auch religiös funktionierende Kirche.
Die Gründung des Bistums Bamberg 1007 geht auf Willigis zurück. Er war Bauherr des Mainzer Martins-Doms, der am Tag seiner Weihe 1009 allerdings abbrannte, und der Mainzer Stephanskirche, wo er auch begraben ist.
Willigis ist Patron der Wagner, weil er Sohn eines Wagners gewesen sein soll. Aus Stolz auf diese einfache Herkunft habe er das Wagenrad, das heute noch im Wappen von Rheinland-Pfalz zu sehen ist, zu seinem Wappenzeichen gemacht.

Attribute: Rad

Patron der Wagner

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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