Lesung & mehr

Freitag, 09. März 2007

tagwort

No. 1786

2. Fastenwoche - Freitag

1. Lesung | Gen 37,3-4.12-13a.17b-28
Josef und seine Brüder

Antwortpsalm | Ps 105,16-17.18-19.20-21
Ein Loblied auf den Herrn der Geschichte

Evangelium | Mt 21,33-43.45-46
Das Gleichnis von den bösen Winzern

Namenstag | Bruno v. Querfurt, Franziska v. Rom, Dominikus Savio, Barbara Pfister
Bruno v. Querfurt


Hallo und herzlich willkommen,

heute gedenkt die Kirche des hl. Bruno von Querfurt und der hl. Franziska von Rom; zu erstem erfahren Sie mehr unter "Namenstag". Zu beider Gedenken finden Sie die Eigentexte im Online-Schott
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Maerz09.htm
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Einen friedvollen Freitag wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Gen 37,3-4.12-13a.17b-28

Josef und seine Brüder

3 Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen.
4 Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, hassten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden.
12
Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden,
13 sagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken.
17
Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.
18 Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, fassten sie den Plan, ihn umzubringen.
19 Sie sagten zueinander: Dort kommt ja dieser Träumer.
20 Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn und werfen wir ihn in eine der Zisternen. Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Ruben hörte das und wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord.
22 Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen.
23 Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte,
24 packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin.
25 Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, sahen sie, dass gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead kam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten.
26 Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?
27 Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist doch unser Bruder und unser Verwandter. Seine Brüder waren einverstanden.
28 Midianitische Kaufleute kamen vorbei. Da zogen sie Josef aus der Zisterne heraus und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.

 

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Antwortpsalm | Ps 105,16-17.18-19.20-21

Ein Loblied auf den Herrn der Geschichte

Kehrvers (R) | vgl. Ps 105,5a

"Gedenkt der Wunder, die der Herr getan!"

(GL 148,2)



Er rief den Hunger ins Land, / entzog ihnen allen Vorrat an Brot.
Doch hatte er ihnen einen Mann vorausgesandt: / Josef wurde als Sklave verkauft. - (R)

Man spannte seine Füße in Fesseln / und zwängte seinen Hals ins Eisen
bis zu der Zeit, als sein Wort sich erfüllte / und der Spruch des Herrn ihm Recht gab. - (R)

Da sandte der König einen Boten und ließ ihn frei, / der Herrscher der Völker ließ ihn heraus.
Er bestellte ihn zum Herrn über sein Haus, / zum Gebieter über seinen ganzen Besitz. - R

 

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Evangelium | Mt 21,33-43.45-46

Das Gleichnis von den bösen Winzern

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes:
33
Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
34 Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.
35 Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie.
36 Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso.
37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
38 Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben.
39 Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
40 Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?
41 Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
42 Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, / er ist zum Eckstein geworden; / das hat der Herr vollbracht, / vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.
45
Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach.
46 Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielte.

 

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Namenstag | Bruno v. Querfurt, Franziska v. Rom, Dominikus Savio, Barbara Pfister

Bruno v. Querfurt

Der Name bedeutet: der Braune, der Bär (althochdt.)

Brun (Bruno) von Querfurt Glaubensbote in Polen und Preußen, Erzbischof von Magdeburg, Märtyrer
* 974 in Querfurt bei Halle
+ 9. März (oder 14. Februar) 1009 bei Lötzen,
dem heutigen Gizycko in Polen

Brun war vermutlich mit dem deutschen Kaiserhaus der Ottonen verwandt. Er wurde in der Domschule zu Magdeburg ausgebildet. Als er Otto III. auf dessen Reise zur Kaiserkrönung nach Rom begleitete, blieb Brun dort und trat er ins Kloster St. Bonifatius auf dem Aventin ein. 999 legt er die Mönchsgelübde ab. Mit Abt Romuald ging er in eine Einsiedelei bei Ravenna. Auf Wunsch von Otto III. sollte er die Mission in Polen übernehmen und wurde 1004 zum Erzbischof von Magdeburg ernannt.
Einige Brüder waren zur Gründung einer Einsiedelei bereits nach Polen vorausgegangen. Ottos Nachfolger Heinrich II. führte gegen Polen zunächst einmal Krieg. Brun wich nach Ungarn aus, die Missionierung zeitigte aber kaum Erfolge. Nachdem Ungarn an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen Polen eintrat, sah Brun eine Chance, seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen. Als er vom Osten her nach Polen reisen wollte, lernte er den Großfürsten von Kiew, Wladimir I. Swjatoslawitsch, kennen und missionierte zunächst ab 1007 in Westrussland unter dem Nomadenvolk der Petschenegen. Erst 1008 kam er nach Polen, dort schrieb er die Geschichte von fünf Märtyrern der Mission in Polen. Er wandte sich dann - wieder erfolglos - der Mission unter den Pruzzen zu. Auf dem Weg zurück nach Russland wurde er zusammen mit 18 Gefährten überfallen und von Heiden enthauptet.
Fürst Boleslav kaufte die Leichname und ließ sie nach Polen bringen. Braunsberg - das heutige Braniewo - ist angeblich nach Brun benannt.

Attribute: auf Esel reitend, mit abgeschlagener Hand

Patron von Preußen

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
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