Lesung & mehr

Montag, 19. März 2007

tagwort

No. 1796

Josef

1. Lesung | 2 Sam 7,4-5a.12-14a.16
Die Verheißung an David

Antwortpsalm | Ps 89,2-3.4-5.27 u. 29
Das Klagelied über die Verwerfung des Hauses David

2. Lesung | Röm 4,13.16-18.22
Die Anrechnung des Glaubens als Gerechtigkeit: das Beispiel Abrahams

Evangelium | Mt 1,16.18-21.24a
Der Stammbaum Jesu / Die Geburt Jesu

Namenstag | Josef, Armanda, Landolf
Josef


Hallo und herzlich willkommen,

am heutigen Hochfest des hl. Josef kann alternativ zum Matthäus-Evangelium auch Lk 2,41-51a gelesen werden.

Einen schönen Montag wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | 2 Sam 7,4-5a.12-14a.16

Die Verheißung an David

4 Das Wort des Herrn erging an Natan:
5 Geh zu meinem Knecht David und sag zu ihm: So spricht der Herr:
12
Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.
13 Er wird für meinen Namen ein Haus bauen und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen.
14 Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein.
16 Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

 

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Antwortpsalm | Ps 89,2-3.4-5.27 u. 29

Das Klagelied über die Verwerfung des Hauses David

Kehrvers (R) | Lk 1,32b

"Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben."

(GL 233,7)



Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen, / bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig; / deine Treue steht fest im Himmel. - (R)

«Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten / und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand / und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.» - (R)

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, / mein Gott, der Fels meines Heiles.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren, / mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen. - R

 

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2. Lesung | Röm 4,13.16-18.22

Die Anrechnung des Glaubens als Gerechtigkeit: das Beispiel Abrahams

Brüder!
13 Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit.
16
Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheißung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben.
17 Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft.
18 Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
22
Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

 

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Evangelium | Mt 1,16.18-21.24a

Der Stammbaum Jesu / Die Geburt Jesu

16 Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; / von ihr wurde Jesus geboren, / der der Christus (der Messias) genannt wird.

18 Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20 Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
24
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.

 

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Namenstag | Josef, Armanda, Landolf

Josef

Der Name bedeutet: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Joseph von Nazareth, (Nähr-) Vater Jesu, Bräutigam der Gottesmutter Maria
* in Nazareth
+ um 10

Joseph war der Vater Jesu - oder Ziehvater Jesu, da nach altchristlicher Überzeugung Jesus der Sohn Gottes ist und durch den Heiligen Geist im Schoß der Jungfrau Maria gezeugt wurde.
Joseph stammte aus dem Geschlecht des Königs Davids, aus dem nach dem Zeugnis des Alten Testaments der Messias hervorgehen werde. Er lebte als Zimmermann in Nazareth und war der Verlobte von Maria, der Mutter Jesu - nach späterer Überlieferung als alter, 80-jähriger Mann. Als er erfuhr, dass Maria schwanger war, zweifelte er an deren Treue und wollte sich von ihr trennen; doch ein Engel erklärte ihn in einem Traumgesicht, dass Maria "vom heiligen Geist" schwanger sei, und Joseph blieb bei ihr (Mt 1,18-21). Wegen einer von den Römern angeordneten Volkszählung musste er mit der schwangeren Maria nach Bethlehem reisen, wo Jesus geboren wurde (Lk 2,1-7). Anschließend flohen sie nach Ägypten, um dem Kindermord des um seine Herrschaft fürchtenden Herodes zu entgehen (Mt 2,13-15), nach dessen Tod im Jahr 4 n. Chr. konnten sie nach Nazareth zurückkehren (Mt 2,19-23). Zum letzten Mal wird Joseph in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel diskutierend mit den Schriftgelehrten vorfanden (Lk 2,41-51).
Das Matthäusevangelium (13,55) nennt namentlich vier Brüder Jesu: Jakobus, Joseph, Simon und Judas, dazu mehrere Schwestern. Bei den frühen Kirchenvätern des Ostens gelten diese als Söhne Josephs aus einer ersten Ehe. Die Westkirche lehrte zunächst, die Geschwister Jesu seien nach dessen jungfräulicher Geburt von Maria und Joseph gezeugt worden. Das spätere Dogma der immerwährenden Jungfernschaft Mariens ließ sie zu Vettern von Jesus werden, Joseph wäre also ihr Onkel gewesen.
Spätere Quellen wie das Jakobusevangelium aus dem 2. Jahrhundert berichten von der Brautwerbung Josephs. Demnach war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einem Mann verheiratet werden, der sie unberührt lassen würde ("Josephs-Ehe"). Jeder Bewerber - allesamt waren Witwer - sollte einen Stab auf dem Altar des Tempels niederlegen; Josephs Stab grünte und blühte, zudem ließ sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinem Kopf nieder. Als Maria trotz des Keuschheitsgebotes schwanger wurde, bezweifelten die Hohen Priester die Enthaltsamkeit der Eheleute. Um ihre Unschuld zu beweisen, mussten beide das giftige Fruchtwasser trinken, blieben aber gesund: dieses Gottesurteil sprach sie von allen Vorwürfen frei.

Kanonisation: Sowohl die orthodoxe als auch die katholische Kirche verehren Joseph als Heiligen. In der Ostkirche begann der Kult um Joseph schon früh, die erste Erwähnung in einem Martyrologium des Westens stammt dagegen erst aus der Zeit um 850. Der 19. März war dann seit dem 10. Jahrhundert Gedenktag, ist aber erst seit 1621 Fest im römischen Kalender, nachdem sein Kult seit dem 14. Jahrhundert besondes von Bettelorden gefördert wurde. 1729 schrieb Papst Clemens XI. den Festtag für die ganze katholische Kirche fest, Papst Pius IX. ernannte Joseph 1870 zum "Patron der ganzen katholischen Kirche".

Attribute: Jesuskind auf dem Arm; Stab; Lilie

Patron der ganzen katholischen Kirche, von Mexiko, Philippinen, Kanada, Böhmen, Bayern und Österreich, Peru, Tirol, Steiermark, Kärnten; der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, der Jungfräulichkeit; Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, Wagner, Totengräber, Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisenden und Verbannten, der Sterbenden; bei Augenleiden; in Versuchungen und Verzweiflung; bei Wohnungsnot; für einen guten Tod

Bauernregel: "Ist's am Josefstage klar, / folget ein fruchtbares Jahr."

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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