Lesung & mehr

Sonntag, 01. April 2007

tagwort

No. 1809

Palmsonntag

1. Lesung | Jes 50,4-7
Das dritte Lied vom Gottesknecht

Antwortpsalm | Ps 22,8-9.17-18.19-20.23-24
Gottverlassenheit und Heilsgewissheit

2. Lesung | Phil 2,6-11
Das Beispiel Christi

Passion | Lk 23,1-49
Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus

Namenstag | Irene, Agape, Chionia, Hugo, Caesarius v. Speyer
Hugo


Hallo und herzlich willkommen,

in dieser Ausgabe von tagwort finden Sie alle Lesungen der hl. Messe; die längere Leidensgeschichte Jesu wie die Texte zur Palmweihe finden Sie im Online-Schott
-> http://www.erzabtei-beuron.de/
schott/fastenzeit/karwoche/PalmsonntagC.htm

Einen gesegneten Palmsonntag wünscht
Ihr Marcus A. Graf

 


 

1. Lesung | Jes 50,4-7

Das dritte Lied vom Gottesknecht

4 Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, / damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, / damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.
5 Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. / Ich aber wehrte mich nicht / und wich nicht zurück.
6 Ich hielt meinen Rücken denen hin, / die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, / meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht / vor Schmähungen und Speichel.
7 Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; / darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; / ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

 

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Antwortpsalm | Ps 22,8-9.17-18.19-20.23-24

Gottverlassenheit und Heilsgewissheit

Kehrvers (R) | Ps 22,1

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen."

(GL 176,2)



Alle, die mich sehen, verlachen mich, / verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
«Er wälze die Last auf den Herrn, / der soll ihn befreien! Der reiße ihn heraus, / wenn er an ihm Gefallen hat.» - (R)

Viele Hunde umlagern mich, / eine Rotte von Bösen umkreist mich. / Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Man kann all meine Knochen zählen; / sie gaffen und weiden sich an mir. - (R)

Sie verteilen unter sich meine Kleider / und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber, Herr, halte dich nicht fern! / Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe! - (R)

Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, / inmitten der Gemeinde dich preisen.
Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, / ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; / erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels! - R

 

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2. Lesung | Phil 2,6-11

Das Beispiel Christi

6 Christus Jesus war Gott gleich, / hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
7 sondern er entäußerte sich / und wurde wie ein Sklave / und den Menschen gleich. / Sein Leben war das eines Menschen;
8 er erniedrigte sich / und war gehorsam bis zum Tod, / bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht / und ihm den Namen verliehen, / der größer ist als alle Namen,
10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde / ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
11 und jeder Mund bekennt: / «Jesus Christus ist der Herr» - / zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

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Passion | Lk 23,1-49

E = Evangelist,
+ = Worte Christi,
S = Worte sonstiger Personen


E  Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas

Die Auslieferung an Pilatus

E Die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten erhoben sich, und man führte Jesus zu Pilatus.
Dort brachten sie ihre Anklage gegen ihn vor; sie sagten:
S Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und behauptet, er sei der Messias und König.
E Pilatus fragte ihn:
S Bist du der König der Juden?
E Er antwortete ihm:
+ Du sagst es.
E Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und zum Volk:
S Ich finde nicht, dass dieser Mensch eines Verbrechens schuldig ist.
E Sie aber blieben hartnäckig und sagten:
S Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine Lehre im ganzen jüdischen Land von Galiläa bis hierher.

Die Verspottung durch Herodes

E Als Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer sei.
Und als er erfuhr, dass Jesus aus dem Gebiet des Herodes komme, ließ er ihn zu Herodes bringen, der in jenen Tagen ebenfalls in Jerusalem war.
Herodes freute sich sehr, als er Jesus sah; schon lange hatte er sich gewünscht, mit ihm zusammenzutreffen, denn er hatte von ihm gehört. Nun hoffte er, ein Wunder von ihm zu sehen.
Er stellte ihm viele Fragen, doch Jesus gab ihm keine Antwort.
Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, die dabeistanden, erhoben schwere Beschuldigungen gegen ihn.
Herodes und seine Soldaten zeigten ihm offen ihre Verachtung. Er trieb seinen Spott mit Jesus, ließ ihm ein Prunkgewand umhängen und schickte ihn so zu Pilatus zurück.
An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde; vorher waren sie Feinde gewesen.

Die Verhandlung vor Pilatus

Pilatus rief die Hohenpriester und die anderen führenden Männer und das Volk zusammen
und sagte zu ihnen:
S Ihr habt mir diesen Menschen hergebracht und behauptet, er wiegle das Volk auf. Ich selbst habe ihn in eurer Gegenwart verhört und habe keine der Anklagen, die ihr gegen diesen Menschen vorgebracht habt, bestätigt gefunden,
auch Herodes nicht, denn er hat ihn zu uns zurückgeschickt. Ihr seht also: Er hat nichts getan, worauf die Todesstrafe steht.
Daher will ich ihn nur auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen.
E Da schrien sie alle miteinander:
S Weg mit ihm; lass den Barabbas frei!
E Dieser Mann war wegen eines Aufruhrs in der Stadt und wegen Mordes ins Gefängnis geworfen worden.
Pilatus aber redete wieder auf sie ein, denn er wollte Jesus freilassen.
Doch sie schrien:
S Kreuzige ihn, kreuzige ihn!
E Zum dritten Mal sagte er zu ihnen:
S Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich habe nichts feststellen können, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen.
E Sie aber schrien und forderten immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch:
Pilatus entschied, dass ihre Forderung erfüllt werden solle.
Er ließ den Mann frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß und den sie gefordert hatten. Jesus aber lieferte er ihnen aus, wie sie es verlangten.

Die Kreuzigung

Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.
Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten.
Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte:
+ Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder!
Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben.
Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu!
Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?
E Zusammen mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher zur Hinrichtung geführt.
Sie kamen zur Schädelhöhe; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links.
Jesus aber betete:
+ Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
E Dann warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter sich.
Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die führenden Männer des Volkes verlachten ihn und sagten:
S Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.
E Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig
und sagten:
S Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!
E Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn:
S Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
E Der andere aber wies ihn zurecht und sagte:
S Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
E Dann sagte er:
S Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
E Jesus antwortete ihm:
+ Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

(Hier stehen alle auf.)

Der Tod Jesu

E Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.
Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei,
und Jesus rief laut:
+ Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.
E Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.

(Hier knien alle zu einer kurzen Gebetsstille nieder.)

Als der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte:
S Das war wirklich ein gerechter Mensch.
E Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.
Alle seine Bekannten aber standen in einiger Entfernung vom Kreuz, auch die Frauen, die ihm seit der Zeit in Galiläa nachgefolgt waren und die alles mit ansahen.

 

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Namenstag | Irene, Agape, Chionia, Hugo, Caesarius v. Speyer

Hugo

Der Name bedeutet: der Denker (althochdt.)

Hugo von Grenoble, Bischof von Grenoble
* 1053 in Châteauneuf-d'Isère bei Valence
+ 1. April 1132 in Grenoble

Hugo war Kanonikus an der Kathedrale in Valence und wurde 1080 Bischof von Grenoble. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt zog er sich von den vielen Problemen in seiner Diözese zurück als Novize ins Benediktinerkloster Chaise-Dieu, nach einem Jahr ging er auf Geheiß des Papstes Gregor VII. zurück nach Grenoble. Er wirkte 1084, durch einen Traum veranlaßt, an der Gründung der "Großen Kartause von Grenoble" mit, indem er das dafür erforderliche Land Bruno und seinen sechs Gefährten zur Verfügung stellte und auch in den Jahren danach diese Einrichtung großzügig unterstützte. Die Überlieferung berichtet, wie er eines Tages dort den Speisesaal betrat und die Mönche ertappte, wie sie verbotenerweise Fleisch aßen; bei seiner Berührung zerfiel es.

Kanonisation: Hugo wurde schon zwei Jahre nach seinem Tod, 1134, von Papst Innozenz II. heiliggesprochen.

Attribute: Hugo war selbst nicht Kartäuser, wird aber oft als solcher dargestellt.

Patron von Grenoble; gegen Kopfschmerzen

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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