Lesung & mehr

Samstag, 21. April 2007

tagwort

No. 1829

2. Osterwoche - Samstag

Mariensamstag

1. Lesung | Apg 6,1-7
Die Wahl der Sieben

Antwortpsalm | Ps 33,1-2.4-5.18-19
Ein Loblied auf den mächtigen und gütigen Gott

Evangelium | Joh 6,16-21
Der Gang Jesu auf dem Wasser

Namenstag | Konrad v. Parzham, Anselm, Vinzenz Pallotti, Alice
Anselm


Hallo und herzlich willkommen,

allgemein kann heute auch des hl. Kirchenlehrers Anselm gedacht werden, über den Sie auch unter "Namenstag" lesen können, und in den Diözesen Passau, Regensburg und Wien wird des hl. Konrad v. Parzham gedacht
-> http://www.erzabtei-beuron.de/
schott/proprium/April21_2.htm

-> http://www.erzabtei-beuron.de/
schott/proprium/April21.htm

Ein schönes Wochenende wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Apg 6,1-7

Die Wahl der Sieben

1 In jenen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden.
2 Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen.
3 Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.
4 Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.
5 Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.
6 Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.
7 Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

 

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Antwortpsalm | Ps 33,1-2.4-5.18-19

Ein Loblied auf den mächtigen und gütigen Gott

Kehrvers (R) | Ps 33,22

"Lass deine Güte über uns walten, o Herr, / denn wir schauen aus nach dir."

(GL 646,1)


Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; / für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither, / spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe! - (R)

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, / all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht, / die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn. - (R)

Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, / die nach seiner Güte ausschaun;
denn er will sie dem Tod entreißen / und in der Hungersnot ihr Leben erhalten. - R

 

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Evangelium | Joh 6,16-21

Der Gang Jesu auf dem Wasser

16 Als es spät geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See hinab,
17 bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu. Es war schon dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.
18 Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt.
19 Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See ging und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich.
20 Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht!
21 Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.

 

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Namenstag | Konrad v. Parzham, Anselm, Vinzenz Pallotti, Alice

Anselm

Der Name bedeutet: von Gott beschützt (althochdt.)

Anselm von Canterbury, Erzbischof von Canterbury, Kirchenlehrer
* um 1033 in Aosta in Norditalien
+ 21. April 1109 in Canterbury

Anselm wurde als Sohn eines lombardischen Adligen geboren. Nach dem Tod der Mutter kam es zu Spannungen mit dem Vater, Anselm lebte nun bei Verwandten in Burgund und trat 1060 in das von dem berühmten Lanfranc geleiteten Benediktinerkloster in Le Bec in der Normandie ein.
Während dieser Jahre wuchs sein Ansehen aufgrund seiner Studien und seiner Frömmigkeit, die Mönche forderten Anselm auf, die Meditationen aufzuschreiben, die seinem Unterricht zugrunde lagen. Daraufhin verfasste er 1077 das Selbstgespräch "Monologium", worin er - über den Einfluss des Augustinus von Hippo reflektierend - von Gott als dem höchsten aller Wesen spricht und die Attribute Gottes untersucht. Ermutigt von diesem Erfolg fuhr er fort in seinen Bemühungen, seinen Glauben verständlich zu machen, und vollendete 1078 die Gespräche "Proslogion", den zweiten Teil dessen, was im 18. Jahrhundert als ontologischer Gottesbeweis bekannt werden sollte.
Nachdem Lanfranc zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, wurde Anselm 1078 zum Abt von Bec gewählt. 1093 wurde Anselm - nach hinhaltendem Widerstand des englischen Königs Wilhelm Rufus - als Nachfolger von Lanfranc zum Erzbischof von Canterbury berufen. Auch in England gab es dem deutschen Investiturstreit vergleichbare Verhältnisse. Wilhelm Rufus wurde auf der Jagd von Unbekannten ermordet, Anselm wurde 1097 gezwungen, England zu verlassen. Auch während des Exils in Italien führte Anselm ein Leben voller Konflikte mit den weltlichen Machthabern. Dennoch setzte er seine theologischen Überlegungen fort und schrieb sein theologisches Hauptwerk "Cur Deus Homo", "Warum Gott Mensch wurde", eine Studie über die Inkarnation und Kreuzigung Christi als Weg der Sühne für die Sünden der Welt.
Als Heinrich I. 1100 die Nachfolge des englischen Thrones antrat, konnte Anselm nach Canterbury zurückkehren. Kontroversen auch mit diesem König endeten für Anselm 1103 aber mit seiner erneuten Verbannung. Erst als sich König Heinrich I. und Papst Paschalis II. einigten, konnte Anselm 1106 wieder zurückkehren und sich seinem Bistum und seinen Studien widmen.
Anselm war einer der größten mittelalterlichen Theologen mit weit reichendem Einfluss, er gilt als "Vater der Scholastik" durch seine Betonung der Kraft der Vernunft, bekannt in seinem Satz: "Credo, ut intelligam" - "Ich glaube, um zu erkennen". Der ontologischen Gottesbeweis ist der denkerische Versuch, die Existenz Gottes damit aufzuweisen, dass der Mensch in der Lage ist, überhaupt Gott zu denken. Anselm vertrat die Auffassung, dass auch diejenigen, welche die Existenz Gottes anzweifeln, ein gewisses Verständnis von dem, was sie anzweifeln, haben müssen. Der Definition nach ist Gott das Wesen, das von nichts Größerem überragt werden kann. Da jede Existenz außerhalb des Geistes größer ist als innerhalb desselben, wäre es ein Widerspruch, an der Existenz Gottes zu zweifeln, da der Zweifler davon ausgehen würde, dass es etwas größeres gibt als ein Wesen, das von nichts denkbar Größerem überragt werden kann. Folglich ergibt sich per Definition, dass Gott notwendigerweise existiert. Nachdem also Gott schon durch seine Defintion nicht anders als "das Vollkommene" beschrieben werden kann, muss ein Gott existieren, sonst wäre er ja nicht vollkommen.
Der Hauptpunkt in der Kritik an Anselms Beweisführung ist die Überlegung, dass man durch die bloße Definierung von etwas nicht auf dessen Existenz außerhalb des Geistes schließen kann. Anselms Argumentation wurde sowohl von einem seiner Zeitgenossen, dem Mönch Gaunilo von Marmoutier, angefochten, wie auch später von Thomas von Aquin und dem Philosophen Immanuel Kant. Dennoch haben René Descartes, Baruch Spinoza, Gottfried Leibniz und einige zeitgenössische Philosophen ähnliche Argumente vorgebracht. Bei aller Wissenschaftlichkeit war Anselm ein zutiefst frommer Mensch, ein Mystiker, dessen Gebete ebenso berühmt sind wie seine philosophisch-theologischen Werke.
Anselms Grab befindet sich in der Kathedrale von Canterbury.

Kanonisation: 1494 wurde Anselm heilig gesprochen und 1720 zum Kirchenlehrer erhoben.

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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