Lesung & mehr

Montag, 23. April 2007

tagwort

No. 1831

3. Osterwoche - Montag

1. Lesung | Apg 6,8-15
Die Verhaftung des Stephanus

Antwortpsalm | Ps 119,23-24.26-27.29-30
Ein Lobgesang auf Gottes Wort

Evangelium | Joh 6,22-29
Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum

Namenstag | Adalbert, Georg, Gerhard, Albrecht, Aegidius, Pusinna
Adalbert


Hallo und herzlich willkommen,

allgemein kann heute des hl. Georg gedacht werden; in der Diözese Limburg wird er als Patron des Domes und der Diözese mit einem Hochfest gefeiert und im Erzbistum Bamberg als Patron der Domkirche mit einem Fest
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/April23.htm

In den Bistümern Berlin, Göttingen und Magdeburg wird heute des hl. Adalbert als Glaubensbote bei den Preußen gedacht
-> http://erzabtei-beuron.de/schott/proprium/April23_2.htm

Außerdem gedenkt das Erzbistum Köln besonders des hl. Gerhard, zu seiner Zeit Bischof von Toul.

Gesegnetes Werk wünscht
Ihr Marcus A. Graf

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1. Lesung | Apg 6,8-15

Die Verhaftung des Stephanus

In jenen Tagen
8
tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9 Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
10 aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
11 Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte.
12 Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat.
13 Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden.
14 Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.
15 Und als alle, die im Hohen Rat saßen, auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

 

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Antwortpsalm | Ps 119,23-24.26-27.29-30

Ein Lobgesang auf Gottes Wort

Kehrvers (R) | vgl. Ps 119,1ab

"Selig die Menschen, / die leben nach der Weisung."

(GL 708,1)


Wenn auch Fürsten gegen mich beraten: / dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Vorschriften machen mich froh; / sie sind meine Berater. - (R)

Ich habe dir mein Geschick erzählt und du erhörtest mich. / Lehre mich deine Gesetze!
Lass mich den Weg begreifen, den deine Befehle mir zeigen, / dann will ich nachsinnen über deine Wunder. - (R)

Halte mich fern vom Weg der Lüge; / begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wählte den Weg der Wahrheit; / nach deinen Urteilen hab ich Verlangen. - R

 

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Evangelium | Joh 6,22-29

Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum

In jener Zeit
22
sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.
23 Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
24 Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
25 Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
27 Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
28 Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

 

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Namenstag | Adalbert, Georg, Gerhard, Albrecht, Aegidius, Pusinna

Adalbert

Der Name bedeutet: durch Adel glänzend (althochdt.)

Adalbert (Vojtech) von Prag, Glaubensbote bei den Pruzzen, Bischof von Prag, Erzbischof von Gnesen, Märtyrer
* um 956 in Libesice in Ostböhmen
+ 23. April 997 bei Tentikken bei Fischhausen, dem heutigen Primorsk in Russland

Adalbert, mit bürgerlichem Namen Wojtech, war Sohn eines böhmischen Fürsten aus dem Hause der Slavniks, seine Mutter war mit dem deutschen König Heinrich I. verwandt. Wojtech war ein aufgewecktes Kind, doch eine schwere Krankheit bewog seine Eltern, ihren Sohn der Gottesmutter Maria zu versprechen und ihn für den geistlichen Beruf zu bestimmen.
Wojtech ging in Magdeburg zur Schule, wurde 981 in Prag zum Priester geweiht und bereits zwei Jahre später dort Bischof. Die in Böhmen herrschende Dynastie der Premysliden wollte mit der Ernennung des Sohnes aus dem konkurrierenden Fürstenhaus der Slavniks Ruhe schaffen. Adalberts Amtszeit endete aber in einem Fiasko: er konnte sich in den politischen Zwistigkeiten und gegen die Widersacher seiner Reformen für den Klerus nicht durchsetzen, legte deshalb 989 sein Amt nieder, musste nach Rom fliehen und wurde Benediktinermönch auf dem Aventin.
Die Böhmen wollten Adalbert dann doch zurückhaben, sie wurden dabei unterstützt vom Mainzer Bischof und dem Papst. Zusammen mit zwölf Mönchen kehrte er 992 nach Prag heim, gründete das Kloster Brevnov, das bald zu einem religiös-kulturellen Zentrum wurde - und bis zur Unterdrückung durch den Kommunismus nach 1945 blieb - und amtierte wieder als Bischof von Prag. Von dort aus unternahm er Missionsfahrten nach Ungarn, wo er wohl König Geysa und König Stephan I. taufte, und nach Polen, wo er Erzbischof von Gnesen - dem heutigen Gniezno - wurde.
Erneut führte Adalberts Sittenstrenge zu Widerständen bei Klerus und Volk; 994 musste er wieder nach Rom in ein Kloster fliehen. Nachdem 996 seine Familie ermordet worden war, zwang ihn der Gehorsam gegenüber Papst und Kaiser aber wieder zur Rückkehr. Seine Gegner hatten in Prag inzwischen die weltliche Macht übernommen, so dass er zunächst nach Mainz ging, wo er im Umfeld von Kaiser Otto III. wirkte.
Schließlich begab Adalbert sich mit tatkräftiger Unterstützung des polnischen Herzogs Boleslav I. zur Mission bei den Pruzzen, blieb aber ohne Erfolg. Dabei wurde Adalbert am Frischen Haff  mit einem Ruder erschlagen und mit Spießen durchbohrt. Ein Adler soll seinen Leichnam bewacht haben, bis er in Gnesen im um 1000 erbauten Dom bestattet werden konnte; Boleslav I. habe seinen Leichnam mit Gold aufwiegen lassen und so losgekauft.
Adalberts Gebeine ruhen seit 1039 im Veitsdom in Prag. Trotz seines Misserfolgs gilt er als Missionar Preußens. Das Adalbertkreuz in Tentikken wurde 1831 errichtet, 1945 zerstört, zum eintausendsten Todestag 1997 wieder aufgebaut.

Kanonisation: Schon 999 erfolgte die Heiligsprechung durch Papst Silvester II.

Attribute: Adler, Keule, Ruder, Spieße

Patron von Preußen und Böhmen

mit freundlicher Unterstützung vom
Ökumenischen Heiligenlexikon
http://www.heiligenlexikon.de

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